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Die Karsthochebene ist nicht nur in ihrer Art einzigartig, was Natur und Geschichte betrifft, sondern auch ein heiliger Ort und ein Wallfahrtsort zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Von 1915 bis 1918 wurden viele Höhlen als Munitionslager und Unterschlupf für die Truppen genutzt, während überall Schützengräben ausgehoben wurden und die Castellieri (vorgeschichtliche Ringwallanlagen auf Anhöhen, typisch für Julisch Venetien) zu strategischen Standorten und neuralgischen Punkten der Verteidigungslinie wurden.
Die Bauarbeiten für den Weinkeller wurden in der Nähe eines echten historischen Zeugnisses des Ersten Weltkrieges ausgeführt, nämlich bei einem über 1000 m2 großen, unterirdischen Kanonenstand, der an ein umfassendes Netz von externen Schützengräben angeschlossen war und von 1915 bis 1918 während der Schlacht an der Isonzo-Front, in der sich Österreich-Ungarn und Italien gegenüber standen, von der Dritten Pionierkompanie der italienischen Truppen gebaut wurde.
Dieser Kanonenstand direkt neben dem Weinkeller wird bald ein Museum für Geschichte sein, das anhand einer getreuen Rekonstruktion von Szenen, die das Leben im Schützengraben darstellen, dem Gedenken an die Kämpfer des Ersten Weltkrieges Ehre erweisen wird, die Opfer jenes unverständlichen und wenig wahrgenommenen Krieges, den Tausende von österreichischen, ungarischen, tschechischen, slowenischen, kroatischen und russischen Soldaten erlebt haben, die den ebenso zahlreichen italienischen Truppenkontingenten gegenüber standen.
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